Vision

Entdecken, dass das Leben eine großartige Sache ist, für die es sich jeden Tag wieder aufzustehen lohnt. Bedingt durch die bisherige beeinträchtigende Lebensgeschichte, Lebenswelt oder Symptomatik, sehen junge Menschen dieses zu Beginn der Hilfe, erfahrungsgemäß oft anders. Dann ist es hilfreich, ihnen optimistisch und lebensfroh zu begegnen, ohne dass auch vorhandene Leid zu ignorieren. Es geht nicht darum, jedem Tag und jeder Situation unbedingt etwas Angenehmes abringen zu müssen, denn zur Fülle des Lebens gehören nicht nur Schatten und Konflikte, sondern auch die Überzeugung, dass diesen besser begegnet werden kann, wenn Humor, Fröhlichkeit und Lebenslust ein sicheres Fundament bilden.

So viel Intuition wie möglich, gleichzeitig dabei so wenig „Institution“ wie nötig wirken lassen, um somit ein weitestgehend natürliches, individuelles, maßgeschneidertes und professionelles Betreuungssetting zu realisieren. Konkrete, kurzfristige Ziele, deren Umsetzung im Alltag gemeinsam geplant und überprüft wird.  Es erfolgt eine Förderung und Unterstützung unserer KlientInnen in allen schulischen und beruflichen Belangen, sowie bei allgemeinen Bildungsprozessen.

Wir sind davon überzeugt, dass Menschen, eine nach ihren Möglichkeiten entsprechende berufliche Perspektive brauchen, um sich eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern. Freiwilligkeit und Veränderungsbereitschaft werden als Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit vorausgesetzt. Demnach gilt also primär,  ein Umfeld zu gestalten, welches die optimalen Entwicklungsmöglichkeiten für die betreuten jungen Menschen dauerhaft und verlässlich vorhält.

Vivus Jugendhilfe gestaltet gemeinsam mit den Klienten ein Setting in einem therapeutischen Milieu, indem eine optimale Bewältigung der Entwicklungsaufgaben und individuelle sowie spezifische Problemlösungen entwickelt werden. Kurz zusammengefasst wird das therapeutische Milieu in der gesamten Einrichtung, in der die Jugendlichen leben, geprägt durch das Herstellen und Aufrechterhalten eines therapeutischen Rahmens bzw. Settings. Es entsteht eben nicht nur durch die Anwesenheit und Qualifikation einer psychotherapeutisch ausgebildeten Fachkraft an sich. Es wird vielmehr über  das systematische und kontinuierliche interdisziplinäre Zusammenwirken der pädagogischen und der psychotherapeutischen Fachkräfte hergestellt und dem systemischen Arbeitskontext, den wir gemeinsam gestalten. Das gemeinsame pädagogische und psychotherapeutische Verstehen der Konflikte der Jugendlichen und ihrer Familien und ein darauf reflektierender Umgang im Alltag, sowie die Gestaltung der Beziehungen, bildet die Grundlage des therapeutischen Milieus. 




Leitbild

Wir arbeiten mit dem Auftrag, jungen Menschen und deren Familien in schwierigen Lebenslagen, Hilfen zur Erziehung und zur Entfaltung der Persönlichkeit, im Rahmen ihrer individuellen Entwicklung- und Lösungsmöglichkeiten zu geben. Es erfolgt eine konsequente Orientierung an den Stärken und nicht an den Defiziten der betreuten jungen Menschen und deren Familienmitgliedern. Alle diagnostischen Verfahren sind darauf gerichtet, insbesondere Ressourcen zu ermitteln und spezifische Stärken der einzelnen Person herauszuarbeiten.




Pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten mit einem Konzept der Würdigung und Ermutigung. Es ist Ausdruck für eine akzeptierende Haltung der bisherigen Biographie des Kindes/Jugendlichen und der Familienmitglieder. Ohne dieses Menschenbild, geprägt von einem außerordentlich großen Respekt vor der Person und Würde, sowie den Leistungen und dem Potential jedes Einzelnen und den entsprechenden Werten und Grundhaltungen, ist eine unserem Selbstverständnis entsprechende Arbeitsform nicht möglich.

Unsere Arbeit ist von einem strukturierten, zielgerichteten und zeitlich befristeten Handeln geprägt. Wir bemühen uns um eine unmittelbare prozesshafte Beteiligung der betreuten jungen Menschen an Entscheidungen, sowie einer größtmöglichsten Transparenz unseres Handelns. Die pädagogischen Mitarbeitenden führen regelmäßig Refelxionsgespräche mit den Kindern/Jugendlichen durch. In diesem Kontext formulieren die jungen Menschen jeweils konkrete, kurzfristige Ziele, deren Umsetzung im Alltag gemeinsam geplant und überprüft wird. Es erfolgt eine Förderung und Unterstützung unserer KlientInnen in allen schulischen und beruflichen Belangen sowie bei allgemeinen Bildungsprozessen. Wir sind davon überzeugt, dass Menschen eine ihren Möglichkeiten entsprechende berufliche Perspektive brauchen, um sich eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern.


Konzept der SELBSTBILDUNG 

Im Konzept der Selbstbildung sind Bildungsprozesse sehr stark mit Eigenaktivitäten verknüpft. Vielleicht haben Sie auch schon beobachtet, wie viel und wie ausdauernd kleine Kinder lernen, mit welcher Energie sie sich schwierigen Aufgaben stellen und dies ohne, dass jemand sie dazu zwingt oder antreibt. Bildung in einem umfassenden bzw. im eigentlichen Sinne des Wortes, ist gar nicht anders denkbar, als dass die zu bildende Person sich das Neue durch eine aktive Auseinandersetzung mit ihrer Umgebung aneignet. Auf diese Weise trägt jeder gleichzeitig zur Veränderungen seiner Umgebung / seines Systems bei. Dieser Einfluss, den man auf die Welt hat, also die Selbstwirksamkeit muss auch erlebbar sein. Jeder muss sich als wirksam erleben können. Angst und gelernte Lethargie oder Hilflosigkeit behindern diese notwendigen Bildungsprozesse. Ein wertschätzender, geduldiger, erfahrener, interessiert-aufgeschlossener, vor allem aber authentischer (Prozess-)Begleiter hingegen, fördert dieses in jedem Menschen angelegte, natürliche Wachstum. Kinder und erst recht Jugendliche lernen ausserdem sozial von und durch (Peer-)Gruppen, sowie durch die Teilnahme und Teilhabe am öffentlichen Leben eine soziale Einstellung zu ihrem Umfeld und erwerben und entwickeln soziale aber auch emotionale Kompetenzen. Auch aus diesem Grund, führen wir unserer Klienten bspw. an das Vereinsleben heran und informieren zusätzlich über öffentliche Freizeitangebote. Bei der Wahl des Vereins wird die/der Jugendliche in Ihren/seinen Wünschen berücksichtigt und zusammen die Auswahl eines Vereins getroffen. Bei Bedarf unterstützen wir in Form von Motivation und Begleitung, um eine regelmäßige Teilnahme und Begleitung zu Vereinsaktivitäten zu fördern. 


Methoden

Methodische Arbeit in der Herkunftsfamilie:
VIVUS Jugendhilfe gestaltet gemeinsam mit den Klienten ein Setting in einem therapeutischen Millieu, indem eine optimale Bewältigung der Entwicklungsaufgaben und individuelle sowie spezifische Problemlösungen entwickelt werden.

Therapeutische Methoden:
1. Entspannungsverfahren können gut in den pädagogischen Alltag integriert werden und als symptomspezifische Interventionen, anfangs unter Anleitung, im weiteren Verlauf zunehmend selbständig (bei Bedarf), eingesetzt werden.

2. Selbstkontrollverfahren unterstützen junge Menschen dabei, Verhalten, Gedanken und Gefühle mit Hilfe von Selbstverbalisationen/Selbstinstruktionen zu beeinflussen. Solche Methoden zielen darauf ab, die Selbstwahrnehmung zu verändern und auf diese Weise positive Aspekte eigenen Verhaltens individuell erlebbar zu machen, so dass schließlich ein eigenverantwortliches Selbstmanagement möglich ist. Ein verbessertes Selbstmanagement bildet eine wichtige Vorraussetzung für eine langfristige stabile Verhaltensveränderung.

3. Komplexe kognitive Methoden beziehen sich vor allem auf Problemlösetechniken, bei denen die Klienten lernen, systematisch an Konfliktsituationen heranzugehen (ABC Schema, Verhaltensanalyse). In Problemlöse-Trainings werden Selbstkontrollverfahren häufig mit Fremdverstärkung durch das pädagogische Team und oder die Peer-Group kombiniert, um gezielt durch Belohnung neues Verhalten aufzubauen.

4. Soziale Kompetenztrainings werden intern bei Bedarf und entsprechender Teilnehmerzahl durchgeführt. Sie basieren auf der Tatsache, dass auffällige Jugendliche oft Defizite im Umgang mit Gleichaltrigen aufweisen.

5. Familienbezogene psychotherapeutische Beratung ermöglicht, an der familären Interaktion und dem Erziehungsverhalten der Eltern anzusetzten (Elterntraining).

6. Komplexe Verhaltenstrainings verstehen sich als „Therapiepakete“, die verschiedene Methoden und Elemente (Module) miteinander kombinieren.

7. Verhaltensmedizinische Ansätze werden immer häufiger auch mit Kindern und Jugendlichen realisiert. Im Blickpunkt stehen vor allem die Aspekte der Psychoedukation und Selbstbefähigung/Compliance der Jugendlichen hinsichtlich der medizinischen Behandlung (Diabetes, ADHS).





Kontakt

VIVUS Jugendhilfe
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